Herbst / Winter 2013/14 in Bad Homburg und Oberursel

7 Literaturgespräche zu Sternstunden der französischen Literatur

Wir beschäftigen uns mit interessanten, anrührenden, experimentellen, feinfühligen und luziden französischen Werken der letzten 100 Jahre.

Wir lesen: Colette singt in Chéri den psychologisch Abgesang auf die Belle Epoque. André Gide lässt den

Auguste Rodin

Erzähler in Die Falschmünzer immer wieder die Handlung unterbrechen, um über roman-theoretische Fragen zu reflektieren. 20 Jahre später, der 2. Weltkrieg ist gerade zu Ende, schreibt Albert Camus seine Interpretation des Mythos von Sisyphos und revoltiert gegen die Absurdität der Welt, auf die sein Held Meursault in Der Fremde noch mit Gleichgültigkeit und Distanz reagiert. Alain Robbe-Grillet, ein wichtiger Vertreter des Nouveau Roman, beschreibt in Die Jalousie die Welt aus der Perspektive der Eifersucht. Eine sehr irritierende, eigenwillige Auseinandersetzung mit dem jüdischen Schicksal wird in Patrick Modianos Roman Place de l‘Etoile erzählt. Und Michel Houellebecqs 2010 erschienener Bestseller Karte und Gebiet kartographiert den Wahnsinn unserer Tage.

Jeder dieser Autoren wirft einen ganz speziellen, persönlichen Blick auf die Welt und bringt eine Wahrheit, eine Geschichte zum Vorschein, die uns ein bisschen mehr Einsicht und Verständnis in die Condition humaine bringt. Gudrun Dittmeyer

Colette: Chéri. 1920

André Gide: Die Falschmünzer. 1925

Albert Camus: Der Mythos von Sisyphos. 1942 und

Der Fremde. 1942

Alain Robbet-Grillet: Die Jalousie oder die Eifersucht. 1957

Patrick Modiano: Dora Bruder 1998

Michel Houellebecq: Karte und Gebiet. 2010