26. Oktober 2020 I 19.30 Uhr I portstrasse I Hohemarkstraße 18 I 61440 Oberursel

DIE VERANSTALTUNG IST IM MOMENT AUSVERKAUFT. EVENTUELL RESTKARTEN AN DER ABENDKASSE

Leonhard Hieronymi ist zwar ein veritabler Orscheler, doch ihn zieht es hinaus in die weite Welt:

Nach seinem literarischen Manifest „Ultraromantik“, in dem er die Schalheit der aktuellen Literatur beklagt, debütiert er in diesem Herbst bei Hoffman und Campe mit seinem Buch In zwangloser Gesellschaft und wurde damit auch prompt zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb nach Klagenfurt eingeladen.

Leo Hieronymis Buch ist ein Roadtrip, eine Odyssee zu den Gräbern der großen und kleinen Geistesgrößen Europas, den unsterblich gewordenen Autor*innen, aber auch den für immer Verschwundenen. „Ich wollte ins Reich der Toten hinabsteigen,…“ – beginnt das Buch – doch nicht, um die (fiktiven) Gespräche der Toten zu belauschen und ihre Kritik am Zustand der heutigen Welt zu hören, sondern um herauszufinden, „wie nahe man dem Verschwinden wirklich kommen“ könne. Seine Reise führt ihn in die Katakomben Roms, auf die großen Friedhöfe in Hamburg, Berlin oder Wien, bis nach Constanza in Bulgarien oder zun alten jüdischen Friedhof in Prag. Doch dabei stößt er immer wieder auf Spuren einer überaus lebendigen Gegenwart und macht die Bekanntschaft mit Totengräbern, Orgelsachverständigen oder dem Enkel von Hermann Hesse.

1987 in Bad Homburg geboren wuchs Leonhard Hieronymi in einer weitverzweigten Familie in Oberursel auf, bevor er sich nach dem Abitur zum Studium der Europäischen Literatur, Philosophie und Informatik auf den Weg nach Mainz, Berlin, Wien und Hamburg machte. Leo ist Gründungsmitglied der NEW KIDS OF LITERATURE, sowie der KAIRO-GESELLSCHAFT. Er schreibt für die SZ, Die Zeit, Das Wetter und Metamorphosen. Sein 2017 erschienenes Manifest Ultraromantik löste heftige Debatten aus. Die Kurzgeschichte „Formalin“ wurde in der SZ als beste deutschsprachige Kurzgeschichte bezeichnet.

„In zwangloser Gesellschaft“ sprengt Leo Hieronymi sämtliche Erzähltraditionen und Gattungsgrenzen und erweist sich als höchst lebendiger Beobachter und ultraromantischer Bewunderer der Literatur. (Gudrun Dittmeyer)

Tickets gibt es ab dem 01. Oktober in der Buchhandlung Libra, Rathausplatz 7 in Oberursel für 12 Euro. Restkarten eventuell an der Abendkasse.

Es gelten die aktuellen Coronahygienemaßnahmen. Das bedeutet u.a., dass die Besucherzahl auf 20 Gäste beschränkt ist.

Die Veranstaltung wird gefördert vom KSfO e.V. und ist eine Kooperation mit portstrasse. Jugend und Kultur.

Foto©Linda Rosa Saal