Ende 2021 brachte der Regisseur Andreas Kleinert mit seinem Film „Lieber Thomas“ den lange vergessenen Schriftsteller, Dramaturgen und Regisseur Thomas Brasch wieder in Erinnerung.

Thomas Brasch, 1945 als deutsch-jüdischer Emigrant in England geboren, siedelte mit seiner Familie Anfang der 1950er Jahre in die DDR über. Bereits als Teenager eckt der freiheitsliebende und lebenshungrige Brasch an. Er erkennt weder die Autorität seines Vaters, der die junge DDR mit aufbauen will und bald politisch reüssiert, noch die staatliche Autorität an. Thomas Brasch will Schriftsteller werden, doch rebellisch und scharfsichtig wie er ist, wird schon sein erstes Stück verboten und es dauert auch nicht lange, da fliegt er von der Filmhochschule. Als er 1968 gegen den sowjetischen Einmarsch in die Tschechoslowakei mit einer Flugblattaktion in Ost-Berlin protestiert, verrät ihn sein eigener Vater und er kommt ins Gefängnis. Die hohe Position seines Vaters ermöglicht seine Freilassung auf Bewährung, doch mit dem unangepassten Brasch kann man in der DDR nichts anfangen. Ungehindert lässt man ihn in den Westen ziehen, als er für sich in der DDR keine künstlerische Zukunft mehr erkennen kann. Im Westen wird er begeistert begrüßt, aber auch hier lässt er sich nicht vereinnahmen.

In den Hauptrollen spielen Albrecht Schuch, Peter Kremer, Jella Haase und Jörg Schüttauf. Der Film hat eine Länge von gut 2,5 Stunden.

Wir wollen uns den Film bei gutem Wetter ab 21 Uhr im Garten der Zeppelinstraße 7 in Oberursel ansehen. Falls es regnet, verlegen wir ins Haus, beginnen dann aber schon um 19.30 Uhr.

Eine Anmeldung ist erforderlich, da es nur eine begrenzte Anzahl von Sitzen gibt! Bitte per Email an sigrist@gmx.de. Der Eintritt ist frei.