Ein Film von Ruth Beckermann nach dem Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Unter dem Titel „Herzzeit“ erschien im Jahr 2008 der Briefwechsel der österreichischen Dichterin Ingeborg Bachmann (1926-1973) und des aus der Bukowina stammenden Dichters Paul Celan (1920-1970). Die beiden Lyriker hatten sich im Wien der Nachkriegszeit kennengelernt und eine Liebesbeziehung begonnen, die 1951 auseinanderging und doch nie endete. Zwischen Rausch und Verlustangst, Entzücken und Erschrecken, Nähe und Fremdheit bewegt sich diese Korrespondenz aus den Jahren 1948 bis 1967. 

Die österreichische Filmemacherin Ruth Beckermann nahm diesen Briefwechsel als Grundlage für ihren Spielfilm „Die Geträumten“. Zwei junge Schauspieler, Anja Plaschg und Laurence Rupp, treffen sich in einem Tonstudio, um aus dem Briefwechsel Bachmanns und Celans zu lesen. Die dramatisch schwankenden Gefühle der Briefe gehen auf die Schauspieler über. Aber sie amüsieren sich auch, streiten, rauchen, reden über Tattoos und Musik. Ob die Liebe damals oder die Liebe heute, ob Inszenierung oder Dokumentation: Wo die Ebenen verschwimmen, schlägt das Herz des Films.

Für den Film aus dem Jahr 2016 erhielt Ruth Beckermann im selben Jahr den „Großen Diagonale Spielfilm-Preis“. Am Drehbuch arbeitete auch Literaturkritikerin Ina Hartwig, seit 2016 Frankfurter Kulturdezernentin, mit.


Im Nachklang zu unserer Veranstaltung BACHMANN (siehe Kulturarchiv) im Februar diesen Jahres zeigen wir den Film „Die Geträumten“.

Wann? Mittwoch, 26. Juni 2024 um 19.30 Uhr

Wo? In der Zeppelinstraße 7 in Oberursel

Um eine Anmeldung per Email an sigrist@gmx.de wird gebeten.

Der Eintritt ist frei, der Verein freut sich aber über eine Spende.